Warum spricht keiner mehr über Innovation? – mit Veronika Grimm (#16)

Shownotes

Deutschland verliert den Innovationswettbewerb. Während China und die USA Milliarden in KI und Zukunftstechnologien investieren, stecken wir fest.

Für die Wirtschaftsweise Veronika Grimm liegen die Ursachen in bürokratischer Überregulierung und einer risikoscheuen Gesellschaft. Ihre Befürchtung: Wir schützen uns zu Tode.

Grimm erklärt, warum zu viele Vorschriften nicht nur Unternehmen lähmen, sondern auch die Selbstwirksamkeit von Menschen zerstören. Und wie Deutschland sich dadurch selbst ins Abseits drängt – von KI bis Gentechnik.

Trotzdem bleibt Grimm optimistisch: Ein Paradigmenwechsel sei möglich, brauche aber politischen Mut und gesellschaftliche Bereitschaft, Risiko neu zu bewerten.

Ein Gespräch über wirtschaftliche Notwendigkeit und ein zukunftsgerichtetes Mindset, aber auch über Rüstung, Psychologie, Bildung und vieles mehr.

**Moderation: **Marina Weisband, Dr. Stephan Muschick

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Transkript anzeigen

00:00:05: Und jetzt haben sie auch AI angesprochen

00:00:07: und

00:00:08: da ist es so, dass wir uns nicht genug tragen.

00:00:12: Andere Staaten haben das Innovationsprinzip – die lassen erst mal die Dinge laufen – und regulieren dann die negative Auswirkungen, die man beobachtet.

00:00:21: In Berlin sitzen eben die Verbände am Tisch, die das Etablierte verpeidigen.

00:00:25: Das Neue was ihr noch gar nicht da ist hat ja keine Lobby!

00:00:32: Der Podcast, in dem Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aufeinandertreffen.

00:00:38: Marina Weisbandt

00:00:39: und Stefan Muschik sprechen mit ihren Gästen über die

00:00:42: großen

00:00:42: Fragen der Energie- und Klimawende – und darüber wie sie unser tägliches Leben verändern!

00:00:49: Und jetzt geht's los!

00:00:57: Marina, ich freue mich, dass wir wieder gemeinsam eine Podcast auch nanomachen.

00:01:06: Und es geht um das Thema Innovationen und wir haben ja etwas provokativ formuliert in dem Titel unserer heutigen Folge Warum spricht keiner mehr über Innovation?

00:01:18: Ich weiß gar nicht ob's so ist, ist kleiner als Titel einfach toll.

00:01:20: Toll!

00:01:21: Wir machen also clickbait.

00:01:22: Ja genau, was macht das mit dir wenn du diesen Titel hörst?

00:01:26: Warum sprichst keiner mehr für Innovation?

00:01:28: Für mich ist inzwischen als Millennial Das Wort Innovation teilweise im Buzzword geworden, weil ich so sehr daran verzweifle warum Deutschland nicht auf die Sachen setzt, die es eigentlich sehr gut können sollte.

00:01:45: Warum sind wir so weit hinterher wenn es um die Entwicklung neuer und nachhaltiger Dinge

00:01:50: geht?

00:01:51: Und gleichzeitig wurde das Wort Innovation in letzter Zeit aber auch so häufig verwendet um neue und nachaltige Dinge zu verhindern indem man zum Beispiel gesagt hat oh nein bauen Energiewende nicht aus, weil da kommt ja irgendwas total viel besseres und magische Entwicklungen.

00:02:07: Und das Thema ist ... was mich sehr, sehr umtreibt und was ich sehr häufig von unserem heutigen Gast zu erfahren, den du gleich vorstellen wirst, ist... Was ist es eigentlich, was Innovation aufhält?

00:02:19: Also erstens wer macht sie?

00:02:21: Passiert sie in der Wirtschaft, passiert sie durch Regierungssubventionen, passiert Sie durch Gesellschaft?

00:02:29: Und zweitens, was hält diesen Akteur davon ab das zu tun?

00:02:34: Warum fließen zum Beispiel die Gelder, die wir jetzt an Sondervermögen für Infrastrukturausbau haben nicht in Infrastrukturausbau.

00:02:43: Meine Theorie war immer gewesen dass es einfach bequemer ist das Geld für laufende Kosten zu verwenden aber jetzt habe ich gelesen, dass es auch sehr viel an den bürokratischen Hürden liegt und ich frage mich Haben wir einen politischen Rahmen, der Innovation überhaupt zulässt?

00:03:01: Haben wir ein politischer Rahmen und haben wir einen gesellschaftlichen Rahmen.

00:03:05: Du hast recht mit dem Innovationen sei ein Basswort ja aber in meiner Wahrnehmung ist das im Moment dieses Basswort gar nicht genutzt wird.

00:03:13: Es sind viele andere im Raum.

00:03:14: es hat natürlich auch mal mit Konjunkturen, mit Jahren Konjunktion bestimmte Begrifflichkeiten zu tun die durchaus auch mit einem gesellschaftspolitischem Umfeld korrelieren.

00:03:23: also wenn wir über Resilienz reden usw.

00:03:25: dann hat das natürlich auch im Hintergrund Aber trotzdem spannend, weil ich irgendwie ohne das Partei politisch in irgendeiner Form zu verorten.

00:03:32: Ich habe irgendwie so ein positives Grundgefühl wenn ich das Wort Innovation höre.

00:03:37: Beschäftige mich gerne damit und auch so mit bestimmten Welche gesellschaftliche Struktur welche Community ist notwendig um Innovation zu fördern?

00:03:47: Das interessiert mich total!

00:03:49: Und irgendwie sitze ich ein bisschen ratlos da.

00:03:51: und um dieser Ratlosigkeit zu begegnen, wir sind ja öfter mal ratlose Marina um die zu nahe treten.

00:03:56: So wollen nicht jedenfalls!

00:03:57: Deswegen lernen wir uns ja Gäste in diesem Podcast einsetzen.

00:04:00: Und deswegen freue ich mich dass wir heute einen Gast bei uns haben, der schon in der Lage sein wird den Begriff der Innovationen zu kontextualisieren Denn sie ist gelernte studierte Wissenschaftlerin Boronika Grimm Professorin.

00:04:16: Hallo, ich

00:04:17: grüße Sie beide.

00:04:19: Schön dass Sie bei uns sind!

00:04:22: Sie sitzen jetzt hier als Expertin für Innovationen und wir hätten sie auch zu vielen anderen Themen die mit Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftspolitik in Verbindung stehen einladen können.

00:04:32: aber zunächst möchte ich Sie gerne kurz vorstellen.

00:04:36: Sie sind ins Schleswig-Hausstehen geboren, neunztundhundertseinundsiebzig, Sie sind begeistert des Schwolders an ja verschiedene Disziplinen, Landstrecken und so weiter und sofort.

00:04:48: Und sie leben jetzt, also diese Reise haben Sie gemacht über Berlin Humboldt-Universität wo Sie promoviert haben dem jetzt in Nürnberg Bayern und sind dort Professoren.

00:05:00: Und kann man sich an der Technischen Universität Nürnberg seit März, was ich hier in den Zwanzig begleiten sehe.

00:05:06: diese Professur und ihre Forschungsschwerpunkte sind Energiemärkte, Energiemarkt Modellierung Verhaltensökonomie soziale Netzwerke sowie auch Marktdesign, das ja für den Energiemarken ganz wichtig ist und wesentlich ist und vielleicht auch Erfolgskritisches Thema ist.

00:05:22: Sie haben Volkswirtschaftslehre und Soziologie in Hamburg und Kiel studiert und wurden an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert.

00:05:37: Sie sind vielfach geerdet worden für ihre wissenschaftlichen Verdienste.

00:05:42: Ich möchte eine Auszeichnung herausstellen, dass sie mit den bayerischen Verdienstorten und um den Freistaat Bayern.

00:05:54: Und das ist ja doch noch Honore gewesen des Freistaats, dass er sozusagen die... Landeskinder oder zugezogenen Landeskindern für ihre wissenschaftlichen Verdienste, auch tatsächlich eher der herzlichen Glückwunsch.

00:06:04: Nein, das finde ich toll!

00:06:06: Also wirklich, da zeigt man ja auch sozusagen den Stellenwert der Wissenschaft, die sozusagen auch im Landeskontext natürlich eine große Bedeutung erlandet.

00:06:16: Sie begleiten zahlreiche öffentliche Ämter.

00:06:18: Das bekannteste ist sicherlich, dass sie seit dem Jahr zwei Tausend zwanzig Wirtschaftsweise oder Mitglied im Sachverständigengrad zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind.

00:06:28: Sie sind seit Jahrzehnten auch Mitglied im Senat der Helmholtz-Gemeinschaft.

00:06:33: Sie sind gleichzeitig auch Mitglieder des wissenschaftlichen Beraterkreises Wirtschaftspolitik beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

00:06:42: Und Sie haben auch einen Sitz im nationalen Wasserstoffrad und da habe ich irgendwo aufgeschnackt, das Wasserstoff gestecktem Pferd sei.

00:06:51: Was kann man sich dahinter vorstellen?

00:06:52: Eine Sache muss ich korrigieren!

00:06:54: Ich bin nicht mehr mit dem Nationalen Wasserstoffrad weil der wurde von der aktuellen Wirtschaftsministerin neu besetzt und auch verkleinert und fokussiert.

00:07:02: Ich war jetzt aber lange mit geht in den Gremium und das reicht auch so ein bisschen zurück auf eine Entwicklung die wahrscheinlich zu diesem Bayerischen Verdienstorten beigetragen hat.

00:07:11: Ich habe mich nämlich in Bayern sehr stark dafür eingesetzt, sozusagen die Forschung im Bereich Wasserstoff und stoffliche Energieträger auch in die Praxis zu übersetzen.

00:07:23: Und das hat glaube ich in der Politik eine gewisse Aufmerksamkeit erregt dass wir uns da sozusagen für diesen Transfer in die Öffentlichkeit eingesetzt haben.

00:07:36: Ich bin jetzt aber auch nicht traurig, dass ich da ausgeschieden bin.

00:07:39: Der Gang der Dinge, also... Absolut!

00:07:42: Aber ich wollte Ihnen natürlich nochmal nachfragen ist Wasserstoff weiterhin ein Thema?

00:07:47: Ja,

00:07:47: ich glaube Wasserstoff ist schon ein Thema aus ganz verschiedenen Perspektiven.

00:07:50: zum einen gibt es sehr viel Geld das da vorgesehen ist um Aktivitäten im Bereich Wasserstoff erneuerbare Energieträger zu fördern.

00:07:58: Also da sind wirklich zweistellige Milliardenbeträge mittlere zweistellige Milliarden Beträge versprochen, Bürokratische Gründe, die dahinter stehen.

00:08:08: Das ist teilweise so dass man sich das geopolitische Umfeld sehr stark verändert hat höhere Zinsen Rohstoffe sind schlechter verfügbar.

00:08:15: Die Dinge sind alle teurer geworden und deswegen reichen die versprochenen Fördermitteln nicht um das tatsächlich umzusetzen.

00:08:21: also das Umfeld hat sich massiv verändert und deswegen dümpelt sozusagen der Fortschritt oder hin und diese Fördergelder Bewirken gar nicht wirklich das, was sie bewirken sollen.

00:08:35: Das ist ein gutes Beispiel.

00:08:38: Das klingt jetzt so als sei das vor allem ein wirtschaftliches Problem.

00:08:41: also ich höre da so ein bisschen raus der Forschungsteil dass Wasserstoff effizient genug ist.

00:08:51: Das haben wir gegeben und es ist jetzt tatsächlich so ein bürokratisch-wirtschaftliches würde.

00:08:56: Na ja, ist eine Mischlung!

00:08:58: Es ist sicherlich noch zu teuer.

00:09:00: Wir sind auch kein besonders attraktiver Standort für die Produktion vom Klima-Neutreiben Wasserstoff, also einfach weil die erneuerbaren Energien hier doch deutlich höhere Gestehungskosten haben als anderen Orts.

00:09:11: Wenn ich jetzt nach Saudi Arabien gehe oder so kriege natürlich viel geringere Kosten für die Kilowattstunde aus einer Solaranlage, einfach weil da öfter die Sonne scheint und günstiger gebaut werden können vielleicht alles möglich.

00:09:27: wirklich spielt da rein.

00:09:28: Wir sind kein besonders attraktiver Standort und natürlich bräuchte man jetzt auch eine Skalierung der Produktion vom Wasserstoffenaufbau, der Wertschöpfungsketten damit überhaupt die Kosten von klimaneutralem Wasserstoff und darauf basierenden Energieträgern auch runtergehen.

00:09:45: also noch ist das alles ganz schön teuer und braucht viel Fördermittel.

00:09:50: deswegen passiert eben auch nicht soviel.

00:09:52: Das

00:09:52: ist ein spannender Punkt.

00:09:54: vielleicht Gehen wir noch einen kleinen Schritt zurück und steigen nochmal sozusagen beim Thema Innovation generell ein bisschen ein, ein bisschen allgemeiner.

00:10:03: Und nachdem wir uns über Wasserstoff unterhalten haben was ich auch wahnsinnig spannend finde das Thema weil das so ein bisschen paradigmatisch irgendwie ist oder exemplarisch für viele andere Themen.

00:10:14: Generell ist es ja so wenn wir auf die USA schauen oder nach China dann entsteht schnell der Eindruck, Ulamag das wird zu kreuportiert.

00:10:22: Ja dort werden neue Technologien entwickelt, dort werden sie auch groß gemacht, skaliert und so weiter und so

00:10:27: fort.".

00:10:29: auch so skaliert, dass im globalen Wettbewerb die Kosten so gering sind.

00:10:34: Dass wir mit unseren Innovationen selbst, wenn sie mal hatten und an den Markt gebracht haben nicht mehr Afis sind also Stichvorzularpaneele das ist ja der Ding zu Sachsen-Anhalt.

00:10:44: Das war einmal Solar Valley bis das die Chinesen das irgendwie günstiger gemacht haben.

00:10:51: Und wir, das ist auch ein Teil des landläufigen Eindrucks, wir diskutieren erst mal über die Risiken.

00:10:57: Stichwort AI Act.

00:10:58: Was sagen Sie dazu als Experte?

00:10:59: Sind ja auch Beobachterinnen der Szenerie sind es so mühten oder sind diese Länder tatsächlich innovativer als wir?

00:11:06: also China-USA?

00:11:06: nehmen wir mal als Beispiel da und dann ja warum?

00:11:09: Ja da passt unser Gesprächsbogen ja ganz gut.

00:11:11: jetzt wollen wir vom Wasserstoff kommen.

00:11:14: Die Seite, die wir noch nicht diskutiert hatten ist ja die, dass wir eigentlich eben viele Technologien entwickeln und auch produzieren könnten mit denen man das dann realisieren kann.

00:11:22: Nicht nur Wasserstoff sondern auch Umstellung des Energiesystems auf Klimaneutralität, Solaranlagen, Wind-Anlagen, Batterien oder wenn man da noch weitergreift batterieelektrische Fahrzeuge Lösungen, innovative Lösungen für die Decarbonisierung und Elektrifizierung in der Industrie.

00:11:40: Also da haben wir ja in unserem Portfolio durch unsere Expertise am Maschinenbau in der Automobilindustrie hätten wir ja ein ganz großes Spektrum an Technologien, die wir da entwickeln könnten und wo wir auch wettbewerbsfähig unsere Industrie wett bewerbsfähig aufstellen konnten und uns eine Zukunft aufbauen könnten im Land.

00:12:01: jetzt ist das Problem Das wenn man mal guckt nach China, Sie hatten ja China schon erwähnt.

00:12:09: Dann sieht man dass die Chinesen eben viele von diesen Dingen mittlerweile auch gut können und mittlerweile auch günstiger können als wir.

00:12:17: Und das manifestiert sich dann auch darin, dass wenn man sich anguckt wie viel Produktionskapazitäten für Solaranlagen, für Windanlagen?

00:12:26: Für batterieelektrische Fahrzeuge?

00:12:28: Für Batterien selbst werden denn in China angekündigt Ähm, für das Jahr-Zwahn-Tasen-Dreißig?

00:12:35: Da kann man sich die Daten angucken.

00:12:37: Was ist bereits sozusagen investiert?

00:12:40: Was sind die bestehenden Anlagen, was sind die Investitionspläne, die eigentlich schon beschlossen sind und was sind den Investitionsplanen, die noch so in der Schwebe sind aber schon relativ sicher beschlossen werden?

00:12:50: Dann sind diese Kapazitäten um ein vielfaches höher als in den westlichen Industriestaaten also zum Beispiel bei Solaranlagen natürlich drastisch mehr als in Europa, bei Batterien, bei batterieelektrischen Fahrzeugen.

00:13:04: Das ist teilweise der Faktor zehn an Kapazitäten oder sogar noch ungünstiger für uns.

00:13:10: Und das ist auch typischerweise viel mehr als die Chinesen für ihren eigenen Bedarf, für ihre eigene Transformation brauchen.

00:13:16: Die bauen ja auch dann bei sich selbst zu laden und wir dann fahren Batterie-Elektrische Fahrzeuge, produzieren Planen aber vielmehr zu produzieren, als sie selber brauchen – im Westen ist es genau angekehrt!

00:13:28: Also bei uns ist genau umgekehrt, wir haben bei den Ankündigungen deutlich weniger Kapazität für die Produktion.

00:13:33: Als wir am Ende selber verbauen wollen gegeben unsere Transformationspläne und da sieht man schon, da läuft einem jemand ja den Rang ab weil aufgrund verschiedener Entwicklungen die wettbewerbsfähiger sind als wenigrigere Löhne, weniger Regulierung, weniger Umweltauflagen

00:13:50: usw.,

00:13:51: das manifestiert sich auf dem Weltmarkt dann natürlich in günstigeren Preisen und diesen Vorteil werden sie sich auch nicht nehmen lassen, würde ich mal sagen.

00:14:00: Also wir haben das Problem, dass in diesen etablierten Industrien, wobei früher stark waren die wir auch wieder belebt haben zum Beispiel mit Schröder's Agenda-Zwanzigzehn seinerzeit da ist ja der Exportmarkt das gewesen was uns aus der Krise wieder rausgezogen hat.

00:14:13: Das wird jetzt nicht klappen.

00:14:15: Da können wir also so ambitioniert werden Wir gar nicht reformieren können Dass wir den Anbietern aus diesen aufschriebenen Volkswirtschaften Perspektivisch das Wasser erreichen können.

00:14:27: Und jetzt haben sie auch AI angesprochen und da ist es so, dass wir uns nicht genug trauen.

00:14:33: Eigentlich würde man jetzt sehen in solchen Gesellschaften wie der unseren gibt es einen ganz natürlichen Wandel vom Verarbeitenden Gewerbe hin in den wissensintensiven Dienstleistungssektor und der Fall zieht sich in Deutschland wirklich sehr moderat.

00:14:48: Da sieht man zum Beispiel seit hat sich der Wertschöpfungsanteil der wissensintensiven Dienstleistungen in Deutschland gar nicht verändert.

00:15:02: Und auch in anderen europäischen Ländern, denen immer Portugal aber auch zum Beispiel Israel ist dieser Wertschüpfungsantall der Wissens- intensiven Dienstleistungen an der gesamten Wertschöffung massiv gestiegen.

00:15:14: und in Deutschland nicht?

00:15:15: Da sind wir eben sehr langsam unterwegs gewesen!

00:15:18: Das ist dann ein Problem... Einerseits hatten wir ein gut funktionierendes Wirtschaftsmodell und beharren so'n bisschen darauf, dass das unseren Wohlstand eben füttert sozusagen.

00:15:31: Und möge uns auch nicht so richtig davon verabschieden.

00:15:33: also wir passen uns in der öffentlichen Diskussion auch mehr eher mit den etablierten Industrien um wie man sie halten kann als dass wir überlegen Wir machen mal das Optionsfenster auf für Neues und dann haben wir natürlich In der EU die DNA der Vorsorge das Vorsorgeprinzips in der Regulierung.

00:15:53: Wir überlegen uns erst mal, was könnten für Risiken von Technologien ausgehen?

00:15:57: Und dann regulieren wir das alles aber dann passiert eben auch nicht mehr so viel.

00:16:00: andere Staaten haben dass Innovationsprinzip die lassen erstmal die Dinge laufen und regulieren dann die negativen Auswirkungen die man beobachtet.

00:16:10: Das ist natürlich jetzt etwas was uns in dieser Situation wo wir eigentlich unser altes Wirtschaftsmodell nicht zurückholen können echt auf die Füsse fällt.

00:16:19: Also das ist schon ein großes Hemdnis, da muss man mutiger werden in der Regulierung aber es natürlich auch die DNA der Gesellschaft des Mindset, dass da eng mit zusammenhängt wie Menschen finden das eigentlich auch sinnvoll zu regulieren.

00:16:32: und dann ist es politisch natürlich auch sehr schwer das anzupassen.

00:16:36: Es ist ein psychologisches Problem ein Stück weit?

00:16:40: Dieses Zusammenspiel von Psychologie- und Politik.

00:16:43: Die Menschen mögen das Und das Risiko von etwas, was nicht passiert ist auch sehr schwer zu greifen.

00:16:53: Der Visionsparadoxon wird immer weiter angegriffen.

00:16:56: man merkt so da kommt ein Druck.

00:16:59: Man eigentlich könnte sich jetzt theoretisch natürlich überlegen naja dem druck entkommen wir dadurch dass wir neues entstehen lassen.

00:17:06: aber das neue sitzt ja noch nicht am tisch.

00:17:08: in berlin sitzen eben die verbände amtisch die das etablierte verteidigen.

00:17:13: Das Neue, was jetzt noch gar nicht da ist hat ja keine Lobby in der Politik.

00:17:20: Und wir haben gleichzeitig einen Regelwerk das eben so undurchsichtig ist, dass man sehr gut Mechanismen befeuern kann, befördern kann, die das etablierte Aufrechter halten ohne dass jemand es richtig merkt.

00:17:36: Weil das ist ja alles so komplex.

00:17:38: Keiner durchschaut es mir so richtig.

00:17:39: D.h.,

00:17:40: das Lobbieren ist auch relativ leicht.

00:17:42: Ich hatte dazu, als Sie gesagt haben, dass wir mit China gar nicht konkurrenzfähig sein können in den Kapazitäten.

00:17:49: Harte ich sofort die Frage im Kopf aber wollen wir das überhaupt?

00:17:52: Also wollen wir wirklich unsere Löhne runterschrauben, unsere Arbeitnehmerrechte runterschauben und unsere Umweltbedingungen runter schrauben?

00:18:00: Wollen wir unsere Städte verpesten und Leute sechs Tage die Woche zehn Stunden am Tag in Fabriken sperren um konkurenzfähige mit China zu sein Exportweltmeister zu bleiben.

00:18:11: Was jetzt in meinem Verständnis auch gar nicht unbedingt der wünschenswerteste Zustand ist, weil ExportweltMeister bedeutet dass wir sehr viel arbeiten für Produkte die andere Leute genießen können und sehr viele Wertschöpfen den wir einfach außer Landes schaffen.

00:18:26: Und dann kommt natürlich sofort ja wir sollten in das neue investieren in Wissensdienstleistungsakt oder wenn ich vollkommen an Bord.

00:18:35: Und dann denke ich aber wieder an Beispiel KI und EU-Regulierungen.

00:18:40: Ja, ich

00:18:41: finde es aber auch nicht falsch dass es in der Welt eine Kraft gibt die nicht komplett der Wirtschaftslogik unterliegt und fragt hey aber was hatten das für Konsequenzen?

00:18:51: denn rein ökonomisch betrachtet ist es zumindest kurzfristig super sinnvoll in alle KI Blasen zu investieren und zu sagen ja KI ist jetzt das Ding.

00:19:00: Aber die Frage ist, wozu machen wir das?

00:19:02: Was ist hier unser End-Goal.

00:19:03: Und wenn das End- Goal ist, OKI macht möglichst viel Arbeit, die vorher Menschen gemacht haben, dann finde ich es ganz gut, wenn wir sagen Moment kurz aber was für Auswirkungen hat das dann auf die Gesellschaft, was für Auswirkungen?

00:19:20: und wollen wir nicht vielleicht erstframen wem diese Daten gehören, wem die Modelle gehören Profitant der Wertschöpfung ist, was für eine Zivildividende wir da irgendwie auszahlen können und dann bauen wir Kapazitäten aus.

00:19:35: Ist es nicht auch gut wenn jemand auf der Welt so eine Überlegung nicht ob wir es können sondern ob wir sollten

00:19:46: macht?

00:19:47: Ja, da stecken jetzt ganz viele Fragen drin vielleicht mal die allererste, die kamen Das ist völlig unrealistisch, dass wir mit China konkurrenzfähig werden.

00:19:56: Dadurch das wir Löhne reduzieren und die Umwelt auflagen, reduzieren

00:20:02: usw.,

00:20:03: das war nicht mein Hinweis.

00:20:04: also ich glaube aber wenn das unrealistische ist und ich glaube jetzt politisch überhaupt nicht durchsetzbar dann brauchen wir ja einen anderen Weg.

00:20:17: zu versuchen, indem man Subventionen verteilt und sagt man hält sie sozusagen dann künstlich am Leben mit Krediten die man sich auf Kosten zukünftiger Generationen erlaubt.

00:20:32: Das ist problematisch, weil es wird eben nicht funktionieren und das ist kein Modell dass ich dauerhaft durchziehen kann.

00:20:37: Insofern, das halte ich für eine sehr gefährliche Sache.

00:20:39: wir sagen Wir haben hier Sondervermögen Und das ist ja alles investiert in unsere Zukunft und dann versuchen wir ein Wirtschaftsmodell aufrecht zu erhalten damit Dass damit gar nicht aufrecht zur Alten ist Weil Es Ist Ja Kein Dauerhaft Funktionsfähiges Konzept sozusagen Auf Basis von Staatsschulden Dann diese Konzerne so zu subventionieren das dann irgendwie weiterleben obwohl der Konkurrenz Und man muss auch zugestehen, man sollte auch mal nach China gucken.

00:21:07: Also wenn man jetzt chinesische Städte sich anguckt also die Umweltbelastung ist massiv reduziert.

00:21:13: Die haben schon das verstanden mittlerweile weil den Menschen in China auch das Thema Umwelt sehr wichtig ist Dass man durchaus in Städten wie Shanghai oder Peking einfach guten Gewissen strong gehen kann und nicht denkt, dann ist man irgendwie danach halb vergiftet.

00:21:28: Also das ist schon auch beeindruckend.

00:21:30: einiges kann man sich dort auch abgucken aber wir werden da wahrscheinlich eben Das ist ein Kampf den wir nicht führen sollten.

00:21:38: Wir müssen uns nach vorne weiterentwickeln.

00:21:40: jetzt fragt sich sollten wir dass eigentlich haben wir sozusagen die Regelsetzungsmacht In der EU oder sogar in Deutschland allein um zu sagen, wir können jetzt aber bestimmen zu welchen Rahmenbedingungen wir das genau machen.

00:21:52: Und das wäre schön.

00:21:54: also ich würde auch denken wenn man sich das, wenn wir auf einer Insel leben würden oder wenn wir die ganze Welt an den Tisch pukämen und sagen könnten weil wollen wir denn damit umgehen mit diesen neuen Technologien?

00:22:04: dann wäre es sehr sehr sehr wichtig.

00:22:06: gerade dieser Tage wurde ja auch wieder diskutiert dass KI-Regulierung massiv wichtig ist, ne?

00:22:13: Führende Manager aus denen und Eigentümer der KI Firmen in den USA sagen das immer wieder.

00:22:21: Wir brauchen eine Regulierung sonst ist nicht so klar ob wir diese Technologie weiter kontrollieren können.

00:22:26: ja es ist total wichtig.

00:22:28: aber sollte Europa jetzt glauben dass man diese Regel setzungsmacht hat?

00:22:33: ich bin sehr skeptisch weil wir natürlich wenn wir jetzt sagen wir warten erst mal ab.

00:22:40: China und USA liefern sich einen massiven Technologie auf Wettkampf, Wettlauf mit massiven Investitionen die auch in Forschung und Entwicklung gehen.

00:22:51: Allein um mal die Dimension zu illustrieren in den USA kamen sich die Investition im Informations- und Kommunikationstechnologien in den letzten zehn Jahren ungefähr verdreifacht.

00:23:04: in Forschungen und Entwicklung allein liegen jetzt bei mehr als dreihundertfünfzig Milliarden Euro pro Jahr.

00:23:11: Das ist mehr als ein halber Bundeshaushalt bei uns, also das sind auch Summen die nicht der Staat bereithalten kann sondern einfach privatwirtschaftlich generiert werden.

00:23:24: Das sind auch privat wirtschaftliche Investitionen.

00:23:27: in China haben sich diese Investition im KI-Bereich sogar versextfach.

00:23:31: In Europa hat sich Eigentlich nichts getan und im Informations- und Kommunikationsbereich sind die Investitionen in Forschung und Entwicklung auf fünfzig Milliarden ungefähr stehen geblieben.

00:23:41: In diesem Zeitraum.

00:23:42: das führt natürlich dazu, dass wir technologisch massiv zurückfallen und bei ganz wesentlichen Technologien, die auch unsere Sicherheit sehr wichtig werden abwehr von Cyber Angriffen Abwehr von Attacken Die ja auch Im Rahmen der bewaffneten Konflikte heutzutage extrem relevant sind.

00:24:04: Dass wir da einfach technologisch so zurückfallen, dass wir nicht auf Augenhöhe agieren können und das halte ich in der aktuellen auch geopolitischen Bedrohungslage in der Europasicht befindet für unglaublich riskant.

00:24:15: also ich glaube diese Abwägung wollen wir jetzt erst mal eine Regel machen und überlegen wie viel davon wollen wir überhaupt?

00:24:23: oder muss man nicht diesen Wettlauf mitgehen?

00:24:25: Da muss man mit einbeziehen, dass man massiven Abhängigkeiten gerät Und dass diese Entwicklung so schnell sich vollzieht und so dynamisch, das man nicht einfach sagen kann wir warten mal ab und dann holen wir auf.

00:24:38: Das wird nicht funktionieren.

00:24:40: Also gerade angesichts der Bedrohung auch durch Russland und der Tatsache, dass wir eben da auch also Cyber- und alles was moderne Waffensysteme betrifft, wird unglaublich wichtig werden und heutzutage ist es ja grade in diesem militärischen Bereich auch so, militärischen staatlich organisierten oder finanzierten Forschung in den privatwirtschaftlichen Bereich stattfinden, sondern im Gegenteil das Bild aber von der Privatwirtschaft in dem militärischem Bereich viel wichtiger wird.

00:25:10: In der Ukraine gab es ja diese Geschichten über die Drohnen, die dann an heimischen Küchen produziert werden und entwickelt werden.

00:25:16: Es ist einfach Heutzutage So, dass eben ganz günstige Waffensysteme unglaublich effektiv sind und die alten Waffesysteme auch ausschalten können.

00:25:26: Und diese Entwicklung müssen wir mitgehen.

00:25:28: Deswegen glaube ich nicht, dass wir da einfach sagen können jetzt warten wir mal ab Jetzt diskutieren wir alles gesellschaftlich durch.

00:25:35: Das ist eine sehr... Also Ich halte diese Bedrohung für sehr groß und würde denken Da müssen uns echt was überlegen das wir da die Optionsräume öffnen und die Unternehmen Lösungen entwickeln lassen.

00:25:48: und ich meine die Unternehmen, das können wir.

00:25:51: Die Forschung ist super in Deutschland viele Start-ups.

00:25:54: Die Innovationskraft ist eigentlich auch da aber wir regulieren dort wo die Unternehmen skalieren und ihre Produkte zu massen Produkten machen könnten.

00:26:05: Da regulieren wir sehr scharf und das führt dazu dass wir eben aktuell zurückfallen.

00:26:11: Ich würde gerne auf zwei Aspekte die sie jetzt sozusagen angerissen haben, nochmal eingehen.

00:26:18: Das eine ist die Rolle von Unternehmen um da noch mal nachzuhaken.

00:26:22: also man kann ja sagen die Unternehmen könnten viel innovativer sein wenn sie nicht zu Tode reguliert werden würden.

00:26:28: Die Spitze ist dazu in der Aussage.

00:26:31: Wenn man sich Unternehmen traditioneller deutsche Industriebranchen anschaut Chemie, Automobil und so weiter und so fort kann man da auch sagen oder muss man sagen, dass die Innovationskraft der Unternehmen selbst auch nachgelassen hat.

00:26:49: Also wenn man das mal mit den großen Outrepreneuren des Industriezeitalters schon wieder zurück nach Witterfeld-Wolfen weiter raten, ist ja so eine Figur, die irgendwie politisch weizsichtig war und dafür ja auch mit dem Leben bezahlt hat.

00:27:04: aber auch als Unternehmer, also wahnsinnig weitzsichtig gewesen Hat das in deutschen Unternehmen nachgelassen.

00:27:13: und denn ja, ich weiß gar nicht ob es schon ist.

00:27:15: Keine Ahnung aber sie haben Einblicke auch in manche Unternehmen hat das nachgelessen unter ein Jahr.

00:27:20: wie kann man das wieder beleben?

00:27:21: Also dass sozusagen aus dem Outripreneur Geist denes Jahr ein Unternehmen auch geben sollte erhausen wieder bestimmte Themen Innovationen nach vorne treibt Das ist die eine Frage.

00:27:32: die zweite stelle ich dann wenn Sie diese beantwortet haben.

00:27:36: Ich glaube, also so global transparent kann man das nicht sagen dass das nachgelassen hat.

00:27:41: ich glaube es gibt unglaublich innovative Unternehmen und wir haben ja zum Beispiel auch im Raumfahrtbereich Unternehmen die wirklich ganz vorne mitspielen auch weltweit im Bereich Raumfahrts.

00:27:51: Wir haben viele große Konzerne die es schaffen sozusagen innovativ zu bleiben und Dinge voranzutreiben.

00:28:02: Wir haben aber auch das Phänomen, dass diese Entwicklungen wenn es Dinge sind die man regulatorisch hier schwer machen kann dann oft im außereuropäischen Ausland gemacht werden.

00:28:12: ja und das ist natürlich doch heikel jetzt wenn man überlegt wo automatisieren deutsche konzernen ihre fabriken?

00:28:19: Und wo werden smart city und kaillösungen ausprobiert, dann war das zum Beispiel ganz viel in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

00:28:28: Also anlässlich der Expo haben deutsche Konzerne da irgendwie beigetragen und auch extrem viel technologische Entwicklung weitergetrieben weil man dort eben weniger restringiert war.

00:28:42: Und ich glaube dass ist eine Heikleentwicklung, weil man dann eben diese Innovationskraften daraus lernen aus Deutschland und aus Europa heraus... herausdrückt.

00:28:53: und zugleich haben wir natürlich die Entwicklung, dass es für kleine Unternehmen so schwer ist Fuß zu fassen wie diesen Konkurrenzdruck.

00:29:04: Durch die kleinen innovativen, der in Amerika zum Beispiel großen auch sehr stark vor sich her treibt.

00:29:09: Weil es ist eben nicht unwahrscheinlich dass da irgendjemand in einer Garage einen Unternehmen startet und innerhalb von fünfzehn, zwanzig Jahren einfach auch ein großer Konzern ist und mir massiv Konkurrenz macht.

00:29:20: Und dieser Druck ist bei uns abgewirkt durch die Regulierung.

00:29:24: Das ist natürlich was, was die großen Akteure auch träge macht und diese Beharrungseffekte, laufen den Geschäftsmodell immer haben, also welchen gutes gut laufendes Geschäfts-Modell habe.

00:29:36: Dann glaube ich erstmal dass sich die Renten daraus realisieren bevor ich den nächsten Schritt gehe.

00:29:41: das ist auch rational für den einzelnen Konzernen.

00:29:44: und dann fragt sich eben wie schnell glaube ich denn überholt zu werden?

00:29:47: ja und das ist ganz wichtig und da hat man vielleicht noch letzter Punkt zu der Frage Die Regulierung schränkt ja auch immer mehr den Optionenraum ein und es gibt jetzt im Management schon viele, die einem sagen naja ich bin eigentlich nur noch Umsetzer davon was die Regulierungen mir vorgibt.

00:30:09: Also man hat gar nicht mehr so viel Spielraum innerhalb von dem großen Optionenrahmen innovativ zu sein sondern man weiß eigentlich schon ganz genau was die Vorgaben einem vorgeben.

00:30:20: und das wiederum führt auch dazu dass sie selbst der Menschen.

00:30:24: Und das, was den Managern und den Entrepreneuren also den Unternehmern eigentlich Spaß macht total abgewirkt wird.

00:30:32: weil ich möchte ja gerade Ideen verwirklichen und loslaufen und egal in welchem Bereich ich eine Faszination habe möchte ich irgendwie Dinge ausprobieren können wenn dieser Optionraum stark eingeschränkt ist und nicht nur noch Verwalter bin von dem was im Unternehmen passiert.

00:30:47: Das nimmt, glaube ich auch vielen einfach das Commitment und die Motivation.

00:30:51: Diese Selbstwirksamkeit, die wir abtöten durch Regulierung – das ist auch was ganz schädlich für das Mindset.

00:30:59: Das gilt in Unternehmen aber es gilt zum Beispiel auch in den Kommunen, in den öffentlichen Verwaltungen.

00:31:04: Die finanzielle Lage ist dort so angespannt dass die Akteure eigentlich nur noch einen Missstand verwalten und nicht mehr gestalten können.

00:31:13: Sie sagen damit auch diese Entrepreneure, von denen sie sprechen, die durch Regulierung gehemmt werden, die sitzen zum Beispiel in den Automobilkonzernen.

00:31:20: oder ist es so bei... Man sieht das ja jetzt an den Sanierungsprogrammen, wo Volksfragen beschlossen wurde

00:31:27: usw.,

00:31:28: wie viele.

00:31:29: Hunderttausende Autos, die auf Halte sozusagen produzieren.

00:31:32: Also das soll jetzt kein Oberseminar zur Automobilindustrie werden aber da haben sich doch die Entrepreneure auch eher darum gekümmert eine möglicherweise zu strenge Regulierung im Sinne des Klimaschutzes der aus Brüssel ja auch kam durch Erfindungsreichtum zu begegnen und der dann nicht unbedingt... in Summe zu innovativen Produkten, sondern vielleicht zu besseren Verbindungsmotoren geführt hat.

00:32:03: Ja aber besser wäre eben wenn man sich an den Bedürfnissen der Menschen und an einer eigenen Begeisterung orientiert.

00:32:10: Anstatt irgendwie zu überlegen wie kann ich denn jetzt meine Ressourcen und meinen Intellekt und all meine Erfindungsreichtum einsetzen um die Regulierung irgendwie... um Schiffen oder trotz der Regulierung noch irgendwas Vernünftiges zu schannen, zu bringen.

00:32:28: Im schlimmsten Fall natürlich auf die Regulierungen so zu reagieren dass man Dinge produziert, die eigentlich gar nicht gewollt werden und die am Ende gar keinen Absatzmarkt haben.

00:32:37: also das finde ich schon ziemlich problematisch und ich glaube diese Begeisterung ist mir den Menschen auch irgendwie offen lässt.

00:32:46: was denken sie sich aus und beschäftigen Sie sich?

00:32:49: Das muss eigentlich wieder mehr gewertschätzt werden und übrigens sehe ich das auch an den Universitäten.

00:32:54: Ich habe es vor ungefähr zwanzig Jahren, auch in Nürnberg mein Ersten der School gehabt und was wir da alles auf die Beine gestellt haben weil einfach das Kausett der Regulierung noch nicht so stark war.

00:33:09: Wir konnten richtig kreativ Wissenschaftler aus dem Ausland holen.

00:33:13: Wir haben dann über Industriemittel Stipendien finanziert und haben total coole Postdocs sozusagen in unser Team geholt, die dann ein oder zwei Jahre bei uns geforscht haben sehr viel Freiheit hatten aber auch viel uns zurückgegeben haben.

00:33:27: Und heutzutage sind solche Dinge gar nicht mehr umsetzbar.

00:33:30: also das fängt dann bei der Exportkontrolle an wenn ich Leute aus halbwegs problematischen Ländern rekrutiere und das geht hin bis zur Türkei wo die Probleme dann auftreten, die überhaupt einzustellen.

00:33:43: Und dann ist die Frage... Ist das Scheinbeschäftigung wenn ich den Stipendium gebe und die eigentlich nichts machen müssen?

00:33:49: Aber dann interagieren sie doch mit dem Team!

00:33:54: Es gibt alle möglichen Restriktionen, die dazu führen dass man es nicht mehr macht.

00:34:00: Ich weiß jetzt nicht ob ich sie noch durchsetzen könnte aber man versucht es irgendwann auch nicht mehr.

00:34:07: Erstens ich feiere total den Ansatz, dass Selbstwirksamkeit und Spaß ein wirtschaftlicher Faktor sind.

00:34:12: Weil ich glaube das übersehen wir immer wieder in ökonomischen Debatten.

00:34:17: Das unterschreibe ich vollkommen.

00:34:19: Ich habe noch eine Rückfrage zu Regulierungen weil wir die ganze Zeit über Regulierung sprechen und es steht als abstraktes Konzept im Raum.

00:34:26: Und ich glaube wir sind uns aber alle drei einig, dass es Regulieren gibt, die unfassbar sinnvoll und wichtig sind und dass es dass es immer eine Abwägung

00:34:38: ist.

00:34:38: Also ich brauche gerne einen Rahmen, um überhaupt rechtssicher Wirtschaften zu können?

00:34:42: Genau!

00:34:42: Alleine das.

00:34:43: Allein, dass das Gesetz eine Regulierung ist.

00:34:48: Meine Frage ist erstmal haben Sie vielleicht ein Beispiel für eine Regulation die total drüber ist also die einfach niemandem was bringt und nur schädlich ist und wir wären besser dran wenn wir sie abschaffen?

00:35:02: Also zum einen ist es natürlich so, dass Technologien und Datennutzung so stark reguliert werden.

00:35:13: Dass vieles unnötig erschwert wird.

00:35:17: ein Beispiel Gentechnik Also diese ganzen Technologien, mit denen man wohl jetzt auch dann stärker krebseffektiv bekämpfen kann.

00:35:29: Die Technologin die in der Lage war an die Impfstoffentwicklung schneller voran zu treiben das ist schon alles an der Grenze dessen was man in Europa machen kann.

00:35:41: und jetzt kann man sich immer fragen will man aus einer übergeordneten Perspektive der Menschheit?

00:35:50: dass man das verwenden kann oder nicht verwendet, da gibt es schon wirklich schmerzhafte ethische Konflikte.

00:35:57: Da fragt sich eben wie viel Schaden kann man damit anrichten?

00:36:00: Recht richten mit gentechnischen Verfahren zum Beispiel bei der Bekämpfung von Krankheiten oder auch Im Pflanzenschutz, man kann ja auch Pflanzen zum Beispiel durch die technische Veränderungen besser schützen und dadurch die Ernährung der Weltbevölkerung einfach leichter machen sozusagen.

00:36:22: Das heißt es gibt positive Auswirkungen aber es gibt natürlich auch Risiken diese Entwicklung.

00:36:28: Und dieser Abwägung ist schon schwer wenn man noch gar nicht darüber nachdenkt dass es internationalen Wettbewerb gibt.

00:36:34: Aber weil man nun auch noch international ein Wettbetrieb hat und die anderen machen das!

00:36:39: Und man selber erlaubt es nicht.

00:36:42: Da hat man die Firmen eben auch irgendwann nicht mehr im Land, also gerade bei Pflanzenschutz.

00:36:46: Also wenn ich jetzt sage früher haben wir Pflatzenschutzmittel entwickelt und so geht das aus der eigentlichen Chemie weg in einer Satz Nutzung von KI, um dann mit Hilfe von Wetterdaten weniger Pflanzenschutzmittel ausbringen zu müssen.

00:37:03: Aber die langfristige Entwicklung ist natürlich gentechnisch veränderte Pflanzen, die dann robuster sind gegebenen die jeweiligen klimatischen Bedingungen und da dürfte es so sein dass wir einfach eine Abwanderung von Konzernen haben, einfach weil das in anderen Ländern einfach amachbar ist.

00:37:21: Und da gibt es auch den wirtschaftlichen Schaden.

00:37:24: also da gibt's immer ne Abwägung.

00:37:25: ich muss sich mal fragen bestimmte Regulierung sicherlich irgendwie wünschenswert und wir werden irgendwie einen gesellschaftlichen Konsens hinbekommen.

00:37:34: vielleicht wie viel aber jeder einzelne wird vielleicht auch ein ganz unterschiedliche Einstellung zu haben und das gilt bei Gentechnik das gilt beim Datenschutz natürlich kann nicht.

00:37:43: auch jetzt in der modernen Medizin muss ich eigentlich medizinische Daten von Patienten nutzen können, um personalisierte Medizin weiterzuentwickeln.

00:37:53: Das darf ich aber zum Beispiel in Deutschland fast nicht mal.

00:37:57: die Daten von Toten dürfen verwendet werden.

00:38:00: Zum Teil Privatwirtschaft für private Forschung und das bedeutet eben auch dass diese Entwicklungen dann anderenorts stattfinden.

00:38:08: bei KI spielt natürlich Datenschutz auch eine große Rolle Und überall sind diese sehr, sehr schwierigen Abwägungen.

00:38:13: Ich will jetzt gar keinen Vorschlag machen wie wir die treffen!

00:38:16: Es ist nur so dass wir uns das Schadensbewusstsein müssen den wir anrichten wenn wir sie sehr restriktiv treffen weil der Schaden ist nicht nur dass wir bestimmte medizinische Fortschritte nicht haben.

00:38:27: Der Schaden is eigentlich darüber hinausgehend dass wir einfach wirtschaftlich sehr, sehr viel Potenzial abgeben und wie in einer Situation wo wir unser altes Wirtschaftsmodell definitiv so nicht weiterführen können.

00:38:39: Sehr, sehr viele Stränge abschneiden, wo sich es hin entwickeln könnte und das ist natürlich dann mit Blick auf den Wohlstand der Menschen.

00:38:47: Jetzt kann man sagen, achts braucht mal alles nicht!

00:38:49: Den Menschen geht es auch so gut.

00:38:50: aber wir sind ja jetzt schon bei einer stagnierenden Wirtschaft wie stark die Verteilungskämpfe werden und das wird natürlich viel schlimmer wenn wir das alles abschneiden dann haben wir immer weniger zu verteilen.

00:39:02: dass Geld das erwirtschaftet wird ist ja das was wir nachher auch verteilen können.

00:39:06: Das ist dann immer weniger Und dann ist natürlich der gesellschaftliche Großkonflikt immer schärfer und das ist natürlich durchaus.

00:39:17: Eine sehr besorgniserregende Situation.

00:39:19: also da ist es so vielleicht einen.

00:39:21: ein Beispiel noch jetzt habe ich so ein bisschen Technik eine Datenschutz, Regulierung, Gentechnik und eine Sache die sehr auffällt vor allem auch für kleine Unternehmer die etwas starten wollen

00:39:32: Bau

00:39:32: und Gewerbe am Meldung und die Frage wie kann nicht Betriebsstätte tatsächlich genehmigt bekommen für ein junges Unternehmen, das im produzierenden Gewerbe einsteigen wird.

00:39:46: Also da hört man von begeisterten Menschen die für ihre eigene Idee brennen, hört mein Geschichten, da fällt einem wirklich gar nichts mehr ein.

00:39:57: Denkmalschutz für Gebäude aus den Sechzehngern gehört einfach kollektiv abgeschafft finde ich ist meine persönliche Meinung aber ich kenne halt auch viele Leute die mir aufs Dach steigen würden.

00:40:07: Als jemand der Software für Jugendliche entwickelt, muss ich auch sagen das Datenschutz und es ist vielleicht ein Aspekt dieser Regulierung.

00:40:14: Datenschutzt wird auch ganz oft verwendet um Dinge unmöglich zu machen obwohl er sie nicht unmöglich macht.

00:40:20: also Es gibt ganz viele dinge wo die DSGVO ist ja eigentlich ein Ermächtigungsgesetz.

00:40:26: Also Sie soll ja eigentlich den Umgang mit Daten erlauben in einem regulierten Rahmen Und normalerweise scheuen sich Leute unnötige Daten anzufassen, weil sie dann nicht wissen und dann könnte ja jemand kommen.

00:40:41: Und obwohl es eigentlich im Gesetz steht dass man das darf.

00:40:45: aber sind das jetzt vielleicht besonders schützenswerte Daten?

00:40:47: Wir wissen's nicht!

00:40:49: Ich habe das Gefühl und das geht wieder zurück auf diese psychologische Komponente, dass ist nicht nur die Menge der Regulierungen sind um ihre Unübersichtlichkeit sondern auch dass die Entscheidungen von der vorsichtigsten Person im Raum getroffen werden Weil ganz, ganz vieles eigentlich legal ist.

00:41:05: Aber aus voraus einem Gehorsam aus Angst vor Umständen man dann vieles auch einfach nicht macht wo keine Regulierung der Welt das mehr erlauben könnte.

00:41:14: Und diese Personen sind es häufig auch in Deutschland, wenn ich das ergänzen darf.

00:41:18: Denn wenn man sieht also der Umgang mit Datenschutz oder Daten, die ja in anderen Ländern doch konstruktiver und produktiver stattfinden, die sich auch unter dem Dach der EU befinden, denkt man dass sie risikoaversenste Personen häufig dann doch in Deutschland sitzen.

00:41:32: Ja

00:41:33: und dann ist natürlich auch die Frage wie hoch sind die Strafen?

00:41:36: Wenn nicht dann doch die Regeln brechen und da ist natürlich die Strategie setze, stelle die Regeln auf.

00:41:45: Es ist sehr kompliziert überhaupt festzustellen auch für durchaus schlaue Menschen.

00:41:51: es ist sehr kompliciert festzustellend ob man sich im Rahmen der Legalität bewegt und dann wenn das nicht der Falle sind die Strafen aber so dass ich einfach dadurch sofort in Insolvenz geraten kann.

00:42:03: Das ist natürlich eine toxische Mischung.

00:42:07: stellen sich dann viele nicht.

00:42:09: Und dann ist es natürlich auch Seiten der Behörden, dass man sich nicht viel traut, weil man eben Angst hat, dass wenn man gegen die Regeln verstößt, also sobald man handelt und gegen die Regel verstößts macht man sich angreifbar, solange man nichts tut und nur abwiegelt.

00:42:24: Ist man eigentlich auf der sicheren Seite?

00:42:25: Weil noch nie ist jemand in einem Beamter oder Angestellter bei einer öffentlichen Behörde dafür besonders hart ins Gericht genommen worden, wenn er einfach nichts gibt!

00:42:34: Bewinnig tat sozusagen und gesagt, wir prüfen noch.

00:42:39: Und das sind natürlich alles Anreize die total problematisch sind oder Zukunft wahrscheinlich unsere Risikoversion.

00:42:45: andere Staaten sind pragmatischer also um uns herum an vielen Ländern läuft es besser und die europäischen Regeln sind auch durchaus so umgesetzt dass mehr möglich ist.

00:42:57: wir betreiben Das ist

00:42:58: was ich meine.

00:43:00: Also Estland ja das scheint irgendwie zu funktionieren.

00:43:03: Ich würde gerne noch die Zeit läuft uns ein bisschen davon, aber das hängt immer so an unseren Themen.

00:43:10: Es ist super gut dass wir dann ganz viele andere Fragen auch streifen, die allesamt in der eigene Folge verdienen würden also auch die ethische Fragestellung im Zusammenhang mit der Transformation oder Gentechnik und was auch immer hier schon gestreift wurde.

00:43:25: ich möchte gerne nochmal Sie haben es kurz angedeutet auf die Rolle des Militärischen zurückkommen.

00:43:31: diese Beispiele aus der Ukraine drohen, in der Küche werden produziert und können dann sozusagen auch krisverändernd wirken.

00:43:42: Sie haben gesagt es hätte sich umgedreht.

00:43:44: das kommt aus den privaten und wirkt dann aufs europäische ein.

00:43:47: die Innovation Ja so aber ich wollte genau also Die alten Erzählungen wenn auch wenn es zum innovationen geht sagt ja militärische Entwicklungen werden vorangetrieben in den USA Also militärischer Raumfahrt usw.

00:43:59: Und dann schwappen diese Innovation in den zivilen Sektor über.

00:44:03: oder Israel ist es auch ähnlich, ja dieses Narrativ.

00:44:07: Vielleicht kann sie darauf nochmal kurz eingehen.

00:44:08: hat sich das geändert?

00:44:09: Ja sozusagen gibt es eher ein Wechselverhältnis.

00:44:12: und dann vielleicht mal nach vorne geschaut bei allen Vorbehalten die man auch gegenüber dem Militärnischen hat.

00:44:18: aber wir sind eine Situation dass wir es brauchen.

00:44:22: Doch, also Stichwort Dual Use und Spillover-Effekte kann das doch jetzt auch in Deutschland einen Schub ins innovative Indiegesellschaft hineingeben zumal da ja tatsächlich Geld zur Verfügung steht?

00:44:36: Ja.

00:44:36: Also ich glaube schon da liegt eine große Chance drin aber es gibt eben ein paar Hemmnisse.

00:44:41: Sie haben gerade Dual Use angesprochen.

00:44:43: wir haben natürlich die Situation dass wir in den Universitäten oftmals Zivilklauseln haben.

00:44:50: Das heißt, man hat einfach ausgeschlossen sich mit militärisch relevanter Forschung zu befassen.

00:44:56: Und ich kann mich natürlich fragen ist das so clever?

00:44:58: Es gibt einige wenige Universitäten die diesen Weg nicht mitgegangen sind aber die Mehrzahl der Universitäten macht.

00:45:04: Hat das so praktiziert und das ist jetzt schon eine Umstellung.

00:45:10: Die Regelwerke... sind natürlich sehr restriktiv und man müsste sich jetzt dahin bewegen, dass auch wenn man sozusagen in die militärische Forschung mit einsteigt.

00:45:23: Die Sicherheitsregeln also die Regulierung nicht so stark um sich greift das sie dann irgendwie wieder vieles abwirkt.

00:45:34: Und da sehe ich uns noch auf dem richtigen Weg, weil wir aktuell eigentlich übermäßig restriktiv selbst die neuen Regeln... praktizieren, die im Zuge der geopolitischen Veränderungen kapiert wurden.

00:45:50: Ich habe jetzt die Exportkontrolle angesprochen.

00:45:53: also wenn man Mitarbeiter einstellen will aus Ländern, die eben nicht EU-Inland sind dann kriegt man schon ganz schön viele administrative Probleme und meiner Meinung nach wirklich auch übermäßige administrative Probleme.

00:46:09: Also die Praxis dieser Regeln ist einfach sehr restriktiv aktuell und das wird natürlich noch viel viel schlimmer.

00:46:15: Rehwandte Dinge geht und aus den Unternehmen, die darum sie hört man dann auch so.

00:46:19: Wenn es darum geht ... Wir hätten die Chance als Automobilzulieferer oder wie auch immer auch für den militärischen Bereich zu produzieren, dann heißt es vielleicht so Ufu-Aktivanz bei den Mitarbeitern.

00:46:33: Regelwerk die wir dann zusätzlich relevant werden.

00:46:35: das ist uns eigentlich zu heiß.

00:46:37: Solange es noch ganz gut läuft machen wir das.

00:46:40: Mal sehen was mit Volksfragen passiert.

00:46:41: ja das ist hier doch interessant.

00:46:43: also Osterbrück brückt das Werk jetzt in den dann oder künftig in israelischer Hand und viel ein großer Prozent aus der Mitarbeiterung wird übernommen.

00:46:53: Schauen wir mal, was das mit den Menschen dort macht und auch welche Spillover Effekte es geben wird.

00:46:57: Da

00:46:57: würde sich etwas tun aber langsam, da wird sich auch vieles in der Kultur, wie sie so praktiziert wird in Unternehmen- und öffentlichen Institutionen noch ändern müssen.

00:47:07: Das Billowereffekt ist schon massiv und es ist auch schon viel Geld da.

00:47:10: Wir geben das Geld aber aktuell noch sehr stark für... Ausrüstungsgegenstände der vergangenen Generation aus.

00:47:20: Und das ist natürlich auch etwas, was nur sehr schwer schnell zu ändern ist.

00:47:26: Die große Gefahr ist ja dass wir da sehr stark in Rüstungsküte investieren wo vielleicht sogar die Produktionskapazitäten knapp sind und wir das Geld gut ausgeben können.

00:47:35: aber deswegen weil wir einfach die Nachfrage stark erhöht haben, dass die Preise steigen und die Margen bei den Unternehmen höher werden.

00:47:41: Das heißt wir kriegen das gleich hin nur teurer.

00:47:45: drei Prozent statt zwei Prozent das BIP für Militärausgaben.

00:47:51: haben aber gar nicht professionell viel dazu gewonnen.

00:47:56: Also da gibt es so ein paar Fallstricke, aber ich glaube schon das ist ganz wertvoll wäre hier stärker Druck zu machen und zu sagen wir sollten die innovativen Bereiche gehen, wir sollten Forschungsausgaben im Militärbudget deutlich erhöhen.

00:48:09: Wir sollten auch in diese schnelleren quick and dirty Strategien gehen, dass man einfach nicht den deutschen Qualitätsanspruch hat sondern eben stärker entwickelt, wenn man sich mal die Raketen von SpaceX anguckt der ersten Generationen.

00:48:27: Das war total zusammengeklemmt.

00:48:30: Sieht aus wie in einer Küche gemacht und das ist aber dann auch schon irgendwie mal los geflogen vielleicht gescheitert, vielleicht scheitern die auch häufiger.

00:48:38: Die erreichen den Orbit dann viermal nicht, fünfmal schon und entwickeln dann während sie schon ausprobieren diese Rakete.

00:48:47: so jetzt ist es auch irgendwie ein modernes spacey Fluggerät aussieht und nicht wie so zusammengeschraubte Kohlerdosen.

00:48:57: Und das ist schon faszinierend, da müsste man umdenken, müsste man schneller werden Unternehmen in Start-ups einbeziehen und man sollte, weil sie Israel angesprochen haben als Kooperationspartner da.

00:49:10: Man sollte natürlich mit den Kooperationspartnern der uns freundlich gesinnten Ländern auch mit der Ukraine gibt es ja Kooperationen, mit Israel gibt es Kooperatione und ehrlicherweise muss man auch mit den Amerikanern eng kooperieren und da sollte man natürlich versuchen sozusagen eine ordentliche Beschleunigung aufzunehmen.

00:49:28: aber die Privatwirtschaft wird extrem wichtig sein um sozusagen diese Art von Beschleunigung und Verpackmatismus auch in den militärischen Bereich zu bringen, weil das werden wir glaube ich schon brauchen in Zukunft.

00:49:43: So jetzt haben wir ganz viele Aspekte berührt des Themas Innovationen.

00:49:47: Einen haben wir bislang nur ganz wenig angerissen gar nicht weiter ausgeführt aber es ist noch ganz einfach da geht's um das Thema Bildung.

00:49:55: Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem schlechten Abschneiden Deutschlands auch bei der letzten Runde der PISA-Studie?

00:50:02: und dem schlechten Abschneiden beim Thema Innovation.

00:50:06: Ganz einfache Frage.

00:50:08: Das ist auch nur ein eigener Podcast, ne?

00:50:10: Also ich glaube...

00:50:12: Aber das zum Schluss!

00:50:15: Ich glaube, dass es schon eine Frage des meins setzt, dass wir haben.

00:50:19: Wir haben jetzt mal zurückdenken in die jüngere Vergangenheit der Corona-Palmie.

00:50:24: Wir hatten sehr starken Fokus darauf, Kinder zu schützen Die Kinder fernzuhalten von Wettbewerb, das war auch schon vor der Corona-Pandemie so.

00:50:33: Ich habe mal eine zeitlange Fußballmannschaft trainiert und da ist es eben auch so wenn man zu diesen Wett bewerbsgedanken einbringt weil man klar macht also man durfte ja teilweise die Schore nicht mehr zählen und solche Sachen.

00:50:46: Also dann wurden die Spielregeln so geändert, dass man die Tore nicht mehr zählen sollte, das man keinen Schiedsrichter mehr hatte weil sie sollten das alles miteinander ausdiskutieren und fairplay machen und so.

00:50:55: Und wir haben eben eine sehr starke Schutzlogik.

00:50:58: aber nicht diese Idee, dass durch die gute Bildung die Menschen sich ja auch selber die Chance erarbeiten ihr Leben selbstbestimmt und spannend gestalten zu können.

00:51:11: Und dazu, sich diese Chance zur Arbeiten gehört eben auch schon dieser Wettbewerb gehörtes Leistung zu erbringen.

00:51:18: Da tun wir uns extrem schwer.

00:51:21: Viele kompetitive Formate werden ja abgeschafft mit dem Argument das macht den Leuten, macht ihnen nervös oder etabliert so viel Druck.

00:51:30: Wenn man jetzt überlegt wie auf die Pisa Ergebnisse reagiert wird, dann gibt es eben verschiedene Strömungen und ich möchte die mal nebeneinander stellen.

00:51:37: Der Ökonom würde jetzt sagen auch in der Corona-Pandemie.

00:51:40: oder was macht man jetzt wenn diese Pieseergebnisse so schlecht sind?

00:51:43: Der Ökonom würde sagen wir müssen jetzt einfach die Leistung wieder mehr in den Vordergrund stellen und einfach Mechanismen etablieren die den Kindern ermöglichen auf die Leistungszubringen.

00:51:54: dazu gehört unter Umständen eine deutlich bessere Betreuung Und dazu gehört vielleicht auch den Umfeld, wo man in einem Ganztagskonzept wirklich in der Lage ist.

00:52:03: Auch diejenigen deren Eltern sie nicht optimal unterstützen können, in die Lage zu versetzen mit dem Hausaufgaben machen und vielen anderen Dingen und auch Hobbys klarzukommen oder dann durchaus das Schulsystem mehr liefern muss.

00:52:16: in einer immer diverseren Gesellschaft, wo nicht mehr... Jeder aus dem Eltern heraus so zu Hause raus die optimale Unterstützung erfahren kann.

00:52:25: bei vielen ist es einfach nicht der Fall und der Ökonom war das sagen wir müssen einfach schauen dass wieder.

00:52:31: Auch geliefert wird nur durchaus auch durch Prüfungen Wettbewerb und hätte auch in einer Corona Pandemie gesagt naja, wir müssen jetzt auch prüfen und aufrechterhalten damit der Leistungsrückstand nicht zu groß wird und die Chancen dieser Generation nicht so stark reduziert werden im Vergleich zur anderen.

00:52:48: Ja, der Pädagoge oder viele Psychologen sagen jetzt sind sie schon so stark belastet.

00:52:53: Jetzt müssen wir eigentlich bei den Druck rausnehmen.

00:52:57: Und auch in Reaktionen auf die Fieser-Ergebnis habe ich einen Schulleiter im Interview gehört da gesagt also wenn wir die Kinder nicht immer zum Lesen zwingen würden sondern ihnen nur die Freude am lesen vermitteln würden dann wäre das alles ganz anders mit den Deutschkenntnissen.

00:53:12: Also ich überspitze jetzt so ein bisschen.

00:53:14: und die Pole, und ich glaube dass in dem internationalen Vergleich ist es schon so, dass in den Ländern wo die Pisa-Ergebnisse gut sind, dass dadurch aus auch mehr Da ist schon mehr Druck im System, im Bildungssystem.

00:53:33: Mehr Erwartung auch daran Leistung zu bringen.

00:53:36: und oftmals wird es dann aber auch so gelebt dass dieser Wettbewerb... Dass man sich an den Wett bewerbt gewöhnt und ja auch Spaß macht.

00:53:44: und ich glaube da müssen wir wieder ein bisschen unser Mindset ändern weil ich meine das ist ja auch eine Illusion.

00:53:49: der Wett Bewerb kommt auf jeden in Berufsleben ohnehin zu.

00:53:53: Es ist ja nicht so, dass ich die Kinder schützen kann vor der Gefahr bei bestimmten Sachen durchzufallen oder nicht zu bestehen.

00:54:04: Und in dem Moment, wo ich eine Ausbildung anfangen oder nach einem Studium dann beim Arbeitgeber liefern muss, da schlägt das System ja ohnehin zu.

00:54:14: Das ist ja eine Illusion die wir dazu lange aufrechterhalten und da müssen wir ein neues Gleichgewicht meiner Meinung nach finden dass man durchaus nicht unmenschlich aber eben auch eine realistische Art im Schulsystem wieder auch durchaus die Leistung einfordert.

00:54:32: Und das ist eine sehr, sehr schwierige gesellschaftliche Debatte.

00:54:37: Vielen Dank Frau Professorin Boronika Grimm.

00:54:40: Lieber Hörerinnen und Hörern.

00:54:42: ich darf hier kundwohnen dass ich im Gegensatz zu Ihnen diesen Podcast höre, dass wirklich habe auch in den Gesichter der versammelten Personen schauen zu können.

00:54:54: also Boronica Grim kann ich es sehen und Marina weiß man da auch Und in Marina Weißmanns Gesicht sehe ich eine glasklare Ambivalenz im Minenspiel, weil das richtig deute.

00:55:04: Insofern auch da ist es ein Thema für einen weiteren Protest.

00:55:07: Es ist wirklich hochinteressant und sehr, sehr wichtig gerade diese komplexen Prozesse innerhalb, in denen wir uns befinden nochmal tiefer geht über das Thema Bildung zu diskutieren.

00:55:19: Das ist fast fräfelhaft, das sozusagen auf die Batteplätze reinzustellen.

00:55:25: machen wir aber Und Marina, habe ich das richtig gedeutet?

00:55:30: Ich will jetzt auch nicht keine Diskussion.

00:55:31: Ich habe als Psychologin und Pädagogin ein ambivalentes Verhältnis zu dem gesagt aber es ist ein komplexes Thema.

00:55:38: Das müssten wir wirklich einen anderen Mal besprechen.

00:55:40: Das machen wir auf jeden Fall Frau Grimm.

00:55:43: Wir haben am Ende stellen wir jedem unserer Gäste eine Bonusfrage oder zwei.

00:55:48: Verzweiflung und Hoffnung.

00:55:51: Marina möchtest du loslegen die erste dieser beiden Bundesfragen zu stellen.

00:55:56: Die

00:55:56: erste Frage ist, was treibt Sie zur Verzweiflung

00:55:59: aktuell?

00:56:00: Eigentlich nicht so viel.

00:56:03: Das ist selten dieser Tage!

00:56:04: Ich denke eigentlich dass wir oftmals zu wenig wertschätzen in was für einer privilegierten Situation wir eigentlich sind weil es ja schon so das wir in einem freiheitlichen Staat viele Freiheiten haben uns zu entfalten.

00:56:21: Ich habe längere Zeit mit meiner Großmutter zusammengelebt, Jahrgang three, zwei Weltkrieger erlebt und auch darüber hinaus viel persönliches Leid.

00:56:31: Und war ein total zufriedener Mensch als wir jetzt so ... Wir haben uns immer Sonntagabend zur Lindenstraße getroffen und gemeinsam Fernsehen geguckt.

00:56:39: Ansonsten haben wir aber jeder unser Leben gelebt damals!

00:56:42: Und ich glaube es muss man sich häufiger bewusst machen natürlich läuft nicht alles.

00:56:47: In die richtige Richtung haben wir viel davon besprochen gerade, aber ich glaube durchaus dass man auch ein großes Potenzial hat und wirklich doch sehr glücklich sein kann in welchen Zeiten man heutzutage

00:56:58: lebt.".

00:57:00: Das ist ja fast schon die Antwort auf die zweite Bonusfrage was macht Ihnen Hoffnung Frau Grüm?

00:57:05: Ja, Hoffnung macht mir schon, dass wir eine gesellschaftliche Debatte haben die auch nicht nur in einer Richtung führt.

00:57:11: Also einerseits kann man sagen, spoilerisiert sich immer mehr.

00:57:15: Andererseits hat man das Gefühl, dass die Debattenräume sich schon sehr stark ändern und von der Weile hatte man immer diese Diskussion.

00:57:27: Man kann nicht alles sagen.

00:57:32: Und die Frage haben wir hier überhaupt noch das ganze Meinungsspektrum, dass in der gesellschaftlichen Diskussion vertreten ist?

00:57:39: und ich glaube in der Gesellschaft rodelt es aber.

00:57:45: Man hat parallel zur gewirtschaftlichen Entwicklung und geopolitischen Entwicklung durchaus das Gefühl, da tut sich was.

00:57:56: Und ich glaube schon dass die Grundlage gelegen werden kann, dass in unserem Land vieles wieder bergauf geht.

00:58:01: man muss ein bisschen sich befreien von alten Mustern wo mein Zettel wieder stärker nach vorne denken.

00:58:09: aber ich wäre jetzt nicht so pessimistisch, dass das geht, dass es morgen schon passiert.

00:58:13: Ich glaube nicht, ich glaube wir werden noch durch ein kleines Tal gehen und durchaus auch sehr erschreckende und unangenehme Entwicklungen erleben.

00:58:21: Aber ich glaube die Gesellschaft hat das Potenzial, dass alles auch einzufangen in den öffentlichen Diskursen.

00:58:30: Herzlichen Dank vorwunden zu einem herzlichen Leid was Sie Bayerns waren und uns Rede und Antwort gestanden haben beziehungsweise mit uns auch ins Gefächt gegangen sind.

00:58:41: Machen Sie's gut.

00:58:42: Bis ganz bald!

00:58:42: Alles Peste,

00:58:43: ciao!

00:58:44: Ciao!

00:58:46: Ja, Marina wir hatten eine Wirtschaftsweise zu Gast in unserem Podcast.

00:58:50: Fühlst du dich schlauer als vorher?

00:58:53: Ja, Wirtschaft schüchtert mich ja immer ein bisschen einen aufgrund der erhöhten Komplexität und ich glaube ich habe jetzt nochmal so'n bisschen bestätigt bekommen was sich auch von anderen Seiten immer wieder höre.

00:59:04: das ist vor allem Überregulierung ist und eine unübersichtliche Überregulation, die uns in Innovationen ausbremst.

00:59:13: Das habe ich so richtig mitgenommen oder?

00:59:15: So habe ich es verstanden ja absolut.

00:59:17: also ich bewege mich vielleicht häufiger in wirtschaftlichen Umfeldern als auch im Umfeld des tatsächlichen Wirtschaftens.

00:59:24: von dort wird mir oder uns das aufgespiegelt.

00:59:28: Ich finde dass Wolle ist nochmal sehr gut eingeordnet über ganz viele andere Aspekte des Innovationsthemas gesprochen haben.

00:59:39: Also, dass man sehr schnell bei der Psychologie landet.

00:59:44: Man landet auch bei ethischen Fragen, die haben wir kurz angerissen und so weiter und sofort aber auch Fragen in der Psychologie, die ein bisschen den Andruck vermittelt haben.

00:59:51: Man kann noch so viel über Regulierung, gute Regulierungen, schlechte Regulierungsreden streiten oder dagegen plädieren oder dafür plädiern was auch immer.

01:00:01: Aber am Ende landet man bei der Fragestellung, wenn der Mindset nicht stimmt.

01:00:07: Wenn die Leute keinen Bock auf Innovation haben, weil sie Bock auf Dinge haben, die dem konträr laufen...

01:00:15: Und weil Sie grundlegend Risikoaversion sind?

01:00:17: So!

01:00:17: Weil Sie RisikoAversion, weil Sie bequem sind und was auch immer.

01:00:20: Da soll ja auch keiner mit geblänt werden.

01:00:21: Das ist ja so ein allgemeiner Mindset.

01:00:24: dann funktioniert das mit der ganzen Innovation auch nicht.

01:00:26: Und das hat sich mir noch mal gezeigt, dass wir also haben mit einer Wirtschaftsfolksportin gesprochen die ganz viel in Zahlen und Modellen und so weiter denkt und opfiert.

01:00:37: und am Ende sind wir bei der Psychologie.

01:00:39: Das fand ich sehr interessant gerade mit dir als Gesprächspark.

01:00:41: Und was macht mich aus zwei Gründen optimistisch?

01:00:43: Das erste ist, Psychologie ist ja auch Gesellschaftspolitik.

01:00:49: Psychologie besteht aus was?

01:00:51: Aus unserer Genetik und unserer Umwelt.

01:00:53: Und unsere Umwelt können wir beeinflussen, das heißt es ist ja kein feststehendes Naturgesetz dass deutsche Quargeburt Risikoerwehr sind sondern Es ist Ja Ein beeinflusbarer Zustand.

01:01:06: und es gibt Faktoren die machen uns risikofreudiger und Beispielsweise ist Vertrauen.

01:01:13: Sicherheit macht uns Risikofräudiger.

01:01:17: Das sind alles Faktoren, auf die wir Einfluss nehmen können.

01:01:20: Nicht nur als Regierung nicht nur als Wirtschaft, nicht nur über Subventionen sondern auch über wie sehen unsere Straßen aus?

01:01:28: Wie pünktlich fährt die Bahn?

01:01:29: Wie freundlich sind die Nachbarn?

01:01:30: Das sind alle Faktoren, die darauf einzahlen und die dann aber wirtschaftliche Effekte entfalten.

01:01:36: das ist das erste.

01:01:36: und das zweite ist was wir natürlich gar nicht erwähnt haben als Faktor obwohl wir die Ukraine gestreift haben Innovation ist natürlich immer eine Funktion des Drucks.

01:01:47: Leute sind Risikoaväos, wenn sie viel zu verlieren haben und werden extrem innovationsfreudig, wenn Sie vor einer Sackgasse stehen.

01:01:55: Denn wenn mein ganzer Landstrich überschwemmt ist und alles was ich besitze weg ist.

01:02:02: alter Schwede komme ich ins improvisieren und gegenseitige helfen und wir sind einfach als Land blöd gesagt Stehen wir nicht schlecht genug da,

01:02:15: um

01:02:15: unsere Innovationskraft zu erhöhen?

01:02:18: Und vielleicht ist das auch ein bisschen eine gute

01:02:21: Nachricht.

01:02:21: Nein, es ist ja ein bisschen das was Faronika Kürmer am Ende auch gesagt hat.

01:02:24: also wir müssen vielleicht noch ein bisschen weiter durch den Tal durch, auch wenn das alles so ein bisschen... Privilegierten Positioner-Haus, in der wir ja alle in gewisser Weise stecken.

01:02:33: Also ich würde das zumindest sagen sich aus einer priviligierten Position herausreden.

01:02:37: aber es scheint ja so zu sein, dass sozusagen das Licht am Ende des Tunnels und auch die Lust daran sich mit einer doch... tolleren Zukunft zu befassen, dass der erst zum gewissen Druck oder wie auch immer dieser Situation bedarf.

01:02:56: Und wir stehen vielleicht an einem Wendepunkt aber sind noch nicht ganz da ja das diese Energien sich dann auch entfalten können.

01:03:03: Ich möchte nicht, dass es uns schlechter geht, aber das sind einfach selbst regulierende Mechanismen ein Stück weit.

01:03:08: jede Gesellschaft die es sehr gut geht, die kodifiziert das irgendwann Giestes in Gesetze und Regulierungen und dann bleibt sie stehen dann ändern sich die Rahmenbedingungen.

01:03:17: Dann geht es ihr wieder schlechter und in einer Gesellschaft, der es schlechter geht, arbeitet wieder an neuen

01:03:22: Dingen.".

01:03:22: Und das ist normal!

01:03:24: Sie hat drei Dinge gesagt, die ich festhalten möchte, die für mich mitnehmen in mein Gepäck, die Ich toll finde.

01:03:29: Erstens, der Gedanke wer es baut macht auch die Rahmen bedingungen.

01:03:34: also so ein Stück weit dieses Ja, ich finde nicht dass wir alles tun können sollten was wir können ja?

01:03:40: Ich finde nicht, dass wir uns an jedem Wettbewerb nur weil er ein Wett Bewerb isst blind beteiligen sollten.

01:03:46: Und gleichzeitig hat sie recht, wenn sie sagt ja aber wollen wir das nicht beteiligen machen einfach die anderen die Rahmenbedingungen und dann haben wir den zu folgen.

01:03:52: Dann haben wir da nichts mitzuentscheiden.

01:03:54: Das heißt es geht beides.

01:03:56: man kann sowohl gucken dass man konkurrenzfähig bleibt als auch dabei währenddessen die gesellschaftlichen Grundlagen schaffen damit man einer Technologie nicht ausgeliefert ist um der Technologie willen sondern dass die Technologie ein Werkzeug bleibt.

01:04:13: Das zweite, was sie gesagt hat war das neue hat keine Lobby.

01:04:16: Und es ist für mich ein neuer Gedanke gewesen dass tatsächlich die Zukunft sitzt nicht mit am Tisch weil die ist noch nicht geboren Sie ist ein Baby.

01:04:23: das ist genau wie warum Kinder keine Lobbys haben.

01:04:25: und das Neue braucht eine Lobby und vielleicht sollten wir gesellschaftlich eine stärkere Lobby für das neu bauen denn es gibt ja durchaus Aktivistinnen aber die sind natürlich.

01:04:34: die haben nicht die gleiche Finanzkraft die gleich etabliertheit dahinter Wie Etablierte Modelle zwangsläufig.

01:04:42: Und das Dritte, was mich beeindruckt hat war Selbstwirksamkeit und Spaß als wirtschaftlich ertreibbar.

01:04:49: Das war wo ich gerne mit ihr in einem zweiten Fortcast in den Konflikt über Bildungspolitik gegangen wäre denn aus rein psychologischer pädagogischer Sicht ist das sehr viel versprechender und richtiger als Prüfungen.

01:05:05: weil wird tatsächlich im Bildungssystem eher das Problem haben dass die Motivation zum Lernen viel zu externalisiert und dass er hier auftaucht.

01:05:15: Ich finde, das wird so unterschätzt, dass wir Spaß haben, denn der Mensch hat alle Tiere haben Spaß an dem was sie tun müssen um zu überleben.

01:05:27: nur wir verschieben unsere Belohnung auf später und das eine nennen wir dann Arbeit und das andere Nennen wir Freizeit.

01:05:33: und eigentlich wären wir alle glücklicher wenn das wieder stärker hand in Hand ginge weil die Ergebnisse unserer Arbeit wieder unmittelbarer.

01:05:43: Also ich habe dir nichts hinzuzufügen, finde das interessant.

01:05:46: Und auch dieses spezifische Fazit was du aus deiner professionellen Sicht jetzt unter Punkt drei gezogen hast, finde ich interessant.

01:05:55: Egal ob wir uns hier im Podcast begegnet oder ich sehe euch eigentlich auf einem Panel ja also dass es wirklich kann ja wirklich ein... Es ist interessant, dass solche Konstellationen und Diskussionspunkte auch entstehen.

01:06:07: Wahnsinnig spannend.

01:06:08: Ich habe wie du viel gelernt und hoffe, dass sie ihr liebe Hörerinnen und Hörern das auch getan haben.

01:06:16: Wenn Ihnen und euch dieser Podcast interessant vorkam und spannend vorkamen dann erzählt es weiter, erzählt auch, dass wir auf allen Plattformen auf denen es Podcasts gibt zu finden sind.

01:06:32: Uns wird es weiterhin geben, die Energie der Gesellschaft bedarf noch weiter durch Leuchtungen.

01:06:38: Wir beschäftigen uns demnächst mit den Themen KI.

01:06:42: Wir beschäftigen uns mit dem Thema was eigentlich kommunaler Ebene nötig und möglich ist um die Transformation voranzutreiben.

01:06:50: in diesem Sinne bleiben Sie bleibt ihr uns gewogen bis zum nächsten Mal.

01:06:56: Alles Gute!

01:06:56: Bis zum nächsten mal.

01:06:58: Bis dann.

01:06:58: Ciao Die Energie der Gesellschaft wird präsentiert von der EON Foundation.

01:07:06: Wir freuen uns, wenn ihr uns abonniert!

01:07:09: Hören

01:07:10: könnt ihr uns überall dort wo es Podcasts

01:07:12: gibt.

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